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Geschichte der Stadt

Die Gr├╝ndung der Stadt geht auf einen Feldherrn Alexander des Grossen Antigonos im Jahr 307 v. Chr. zur├╝ck. Die Stadt lag wohl im Vergleich zu heute etwas weiter n├Ârdlich, wobei die Entwicklung in den ersten Jahren nur schlecht verlief. Ein Nachfolger Alexanders, Seleukos Nikator (305-280 v. Chr.), gr├╝ndete die Stadt genau an der heutigen Stelle und nannte sie nach seinem Vater Antiocheia. Die Lage war hier genau g├╝nstig, denn die Karawanen der Seidenstra├če zogen durch die Stadt, bevor sie den Hafen Seleukeia am Mittelmeer erreichten. Im 1. Jahrhundert vor Christus soll die Stadt ├╝ber eine halbe Million Einwohner gehabt haben und war wohl nur wenig kleiner als Rom. Die Stadt muss um ein mehrfaches gr├Â├čer gewesen sein, als die heutige Stadt.
Ein antikes Gro├čstadtleben, mit mehreren Kilometer langen S├Ąulenstrassen, Stra├čenbeleuchtungen und mehreren langen Wasserleitungen machten das Leben hier angenehm.
Bekannt wurde die Stadt auch als Austragungsort der Wettk├Ąmpfe zu Ehren Apollos.
Die R├Âmer eroberten die Stadt 64 v. Chr.

Besonders f├╝r das Christentum ist dieser Ort ein bedeutender Ort, denn Apostel Paulus besuchte den Ort auf seinen Missionsreisen regelm├Ą├čig (Apostel: 11,26; 14, 26; 15, 30, 35; 18, 22).
In dieser antiken Gro├čstadt benutzt man das erste Mal das Wort “Christ” (Christianos). Dies wird in der Bibel in der Apostelgeschichte 18 und 22 erw├Ąhnt. Allerdings konnten die Christen ihre Religion nicht frei aus├╝ben, sie wurden unter Diokletian verfolgt und ihre Kirchen zerst├Ârt. Unter Konstantin wurde das Christentum Staatsreligion und die Kirchen wieder aufgebaut. Sogar der Sitz des Patriarchen wurde nach Antakya gelegt. ├ťber zehn Konzile fanden zwischen 252 und 380 n. Chr. in der Stadt statt.

Die schlimmste Stunde erlebte die Stadt bei Erdbeben, die die Stadt immer wieder vollst├Ąndig zerst├Ârte. Besonders schlimm war das Erdbeben 525, welches wohl kein Haus stehen lie├č. Die Eroberung durch die Perser von 538 bedeutete eine Deportation der Bewohner nach Mesopotamien. Nach der R├╝ckeroberung der Stadt durch Justinian, wurde die Stadt “Gottesstadt” genannt. 638 eroberten die Araber das erste Mal die Stadt. Erst kur vor dem Jahr 1000 konnten die Byzantiner die Stadt wieder zur├╝ckerobern.
Die Stadt war bis dahin eine wichtige Handelsmetropole und lebte von der Verarbeitung der ├╝ber die Seidenstra├če transportierten Waren. Seide, Glas, Seife und Kupferger├Ąte waren die Produkte der Stadt.
1084 kamen die Seldschuken und im Jahr 1098 die Kreuzfahrer.
F├╝r 170 Jahre bestimmten sie das Schicksal der Stadt, bevor gegen Mitte des 13. Jahrhunderts die Mameluken die Stadt eroberten.
Mit der Zerst├Ârung im Mittelalter und der Versandung des Hafens vor Antakya sank die Stadt in die Bedeutungslosigkeit. 1516 wurde die Stadt von Selim den I. in das Osmanische Reich eingegliedert. 1872 gab es erneut ein Erdbeben, welches die Stadt wieder vollst├Ąndig zerst├Ârte.

Im 20. Jahrhundert gab es verschiedene Ereignisse von weltpolitischer Bedeutung. Auf dem Musa Dag in Sichtweite von Antakya konnte eine Gruppe der Armenier sich der Verfolgung und Deportation der T├╝rken durch eine spektakul├Ąre Verteidigungsaktion entziehen. Weltber├╝hmt ist dieses Ereignis durch den Roman von Franz Werfel, die vierzig Tage des Musa Dag, geworden.
1918, nach dem 1. Weltkrieg, wurde die Stadt in das syrische Protektorat eingegliedert. 1939 gab es eine umstrittene Volksabstimmung ├╝ber die Zukunft dieser Region, die wohl durch das t├╝rkische Milit├Ąr beeinflusst/gef├Ąlscht wurde. Antakya wurde aufgrund der Volksabstimmung nun in die t├╝rkische Republik eingegliedert.

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