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Zeittafel der Türkei - Chronologie

Seldschuken

1071 Schlacht bei Malazgirt. Sieg des Seldschuken Alp Arslan über den byzantinischen Kaiser.
Beginn der Islamisierung Anatoliens.
13. Jh. Höhepunkt des rumseldschukischen Sultanats

Osmanisches Reich

1326 Tod von Osman Gazi, Begründer des Osmanischen Reiches
1453 Einnahme von Konstantinopel
1516 Eroberung Syriens und Ägyptens (Übernahme des Kalifats ...)
1529 Belagerung Wiens
1683 Niederlage bei der 2. Belagerung Wiens
1839 Editkt von Gülhane. Reformzeit, Beginn des Tanzimats
1876 Verkündigung einer Verfassung nach Midhat Pasas
1877 Wahl des ersten osmanischen Parlaments (1878 wurde das Parlament wieder aufgelöst)

Dolmabace Palast in Istanbul

Dolmabace Palast in Istanbul

1908 Jungtürkische Revolution und Beginn der Zweiten konstitutionellen Periode
1911 Italienisch-Türkischer Krieg
1912 1. Balkankrieg - Albanien wird befreit
1913 2. Balkankrieg
1914 Kriegseintritt der Türkei an der Seite der Mittelmächte
1915 Beginn der armenischen Deportation
1918 Waffenstillstand von Mudros vom 30.10.
Kemal Pascha erhält Oberbefehl über die Heeresgruppe Yildrim von Liman von Sanders
1919 Griechen landen in Izmir, Atatürk greift in Anatolien ein, Kongresse von Erzurum und Sivas
1920 Istanbul wird von Engländern besetzt (16.3.), große türkische Nationalversammlung in Ankara am 23.4., Pariser Vorotfriede von Sevres mit der vollständigen Aufteilung der Türkei (10.August). Türkisch-Armenischer Friedensvertrag von Gümrü
1921 Sieg türkischer Truppen über die Griechen bei Iönü (10.1.), Volk als Träger der Souveranität
1922 Izmir wird von der türkischen Armee befreit (9.9.). Waffenstillstand zwischen Griechenland und der Türkei am 11.10. in Mudanya. Abschaffung des Sultanats zum 1.11. durch die Nationalversammlung. Am 18.11. wird der Thronfolger Abdülmecid zum Kalifen gewählt
1923 Frieden von Lausanne, Festlegung der Grenzen der Türkei, Garantie von Minderheitsrechten für Armenier, Griechen und Juden (24.7.). Ankara wird am 13.10. Hauptstadt.

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Erste Republik Türkei

1923 Mustafa Kemal wird Präsident der Türkei (29.10.), gleichzeitig Ausrufung der Republik (cumhuriyet)
1924 Abschaffung des Kalifats und Ausweisung der Dynastie Osmans (3. März), Beschlussfassung über die erste türkische Nationalverfassung durch die große Nationalversammlung (20. April). Aufhebung der Scheriatgerichte ab dem 1. Mai
1925 Verbot traditioneller Kopfbedeckungen und kurdischer Aufstand
1926 Einführung des Zivilgesetzbuches nach dem Vorbild der Schweiz (4.10.). Das Strafrecht wird an dem italienischem Strafrecht angelehnt. Ab dem 1.9. gibt es die Zivilehe.
1927 Erste Volkszählung, 14 Millionen Einwohner
1928 Streichung des Islams aus der Verfassung - Einführung des lateinischen türkischen Alphabets
1929 Abschaffung des persischen und arabischen Unterrichts an höheren Schulen
1930 Weibliches Wahlrecht (kommunal), ab 1934 auch national
1931 Kemalismus: republikanisch, nationalistisch, populistisch, etatistisch, laizistisch und reformistisch
1934 Einführung von Familiennamen
1935 Gründung der Universität Ankara
1936 Meerengenabkommen von Montreux
1938 Annektion Iskenderuns und Tod Atatürks am 10.11.
1941 Freundschaftsvertrag Deutschland-Türkei
1943 20 Jahre Türkei: 80 % aller Stadtkinder und 20 % aller Dorfkinder besuchen die Schule
1944 Abbruch der Beziehungen zu Deutschland
1945 Kriegserklärung an Deutschland und Japan kurz vor Ende des 2. Weltkriegs
1946 Zweiparteiensystem in der Türkei
1949 Türkei tritt dem Europarat bei
1950 Die Demokratische Partei gewinnt die Wahlen (Menderes wird Ministerpräsident bis 1960)
1952 Natobeitritt der Türkei
1953 Überführung Atatürks in das Mausoleum nach Ankara
1955 Zypern-Krise, Antigriechische Krawalle in Istanbul
1959 Türkei wird assoziiertes Mitglied in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
1960 Ausnahmezustand in der Türkei nach massiven Protesten. Offiziersputsch am 27.Mai, Militärregierung unter General Gürsel ab dem 30.5.

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Zweite Republik Türkei

1961 Referendum über die neue Verfassung (9.Juli). Todesurteile für den früheren Ministerpräsidenten Bayar, Menderes und zwei weiteren Ministern.
1963 Assoziationsabkommen mit der EG
1965 Wahlsieg der Gerechtigkeitspartei unter Demirel
1969 Erneuter Wahlsieg der Gerechtigkeitspartei
1971 Erzwungener Rücktritt der Regierung durch die Militärführung, Ausnahmezustand 1971
1974 Türkische Truppen erreichen Zypern
1975 Regierung der nationalen Front unter Demirel
1978 Ausschreitungen in Maras, zahlreiche alevitische Opfer
1980 Krisenjahr - bürgerkriegsähnliche Zustände und zahlreiche politische Morde, Eingriff der Militärregierung unter Evren
1981 Auflösung aller politischen Parteien, Einberufung einer konsultativen Versammlung

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Dritte Republik Türkei

1982 Verfassungsreferendum
1983 Turgut Özal gründet die Mutterlandspartei, mit seiner Partei gewinnt er die Wahlen mit 45%
1984 Beginn der PKK-Anschläge im Osten der Türkei
1985 Bildung von weiteren Linksparteien
1987 Türkei stellt Antrag auf Vollmitgliedschaft der EU, Rückkehrerlaubnis der "alten" Politiker der zweiten Republik (Ecevit, Demirel, Türkes, Erbakan)
1989 Wiederwahl von Turgut Özal
1991 Aufhebung des Sprachenverbotsgesetzes (gegen Kurden gerichtet)
neue Regierung unter Demirel
1992 Atatürk-Staudamm wird eingeweiht, Treffen der türkischen Welt
1993 Präsident Özal stirbt - Demirel wird sein Nachfolger, in einem Hotel in Sivas wird ein Anschlag verübt, 37 Menschen sterben. Er richtet sich gegen kritische Dichter und Künstler.
1994 Aufhebung der Immunität von sieben kurdischen Abgeordneten, freier Warenverkehr zwischen der Türkei und Deutschland durch ein Abkommen
1995 Islamische Wohlfahrtspartei gewinnt 20 % der Stimmen, Bündnis mit Tansu Ciller, mit der Partei des rechten Weges
1996 Mit der Zollunion stellt die EU 350 Mill. (ECU) zur Verfügung
1997 Der Sicherheitsrat beschließt ein Maßnahmenpaket um islamistische Gruppen zu kontrolieren.
1998 Sturz der Regierung Yilmaz im November
1999 Ergreifung von PKK-Führer Öcalan in Kenia und Auslieferung in die Türkei (seitdem auf der Gefängnisinsel Imrali/Marmarameer)
57. Regierung unter Bülent Ecevit (DSP) mit Koalitionspartnern MHP und ANAP
Zwei verheerende Erdbeben im Marmaragebiet und in der Westtürkei
Türkei wird EU-Beitrittskandidat (ER Helsinki)
2000 Ahmet Necdet Sezer wird 10. Staatspräsident der Türkei
2001 Ausbruch einer schweren Regierungs-, Finanz- und Wirtschaftskrise, "Schwarzer Mittwoch"
Verfassungsgericht verbietet die islamistische Fazilet-Partei. Ihre Abgeordneten gründen am 20.07. die Saadet-Partei unter Kutan, der Reformflügel am 13.08. die AKP unter Erdogan
2002 Aus vorgezogenen Neuwahlen geht die konservativ-islamische AKP mit absoluter Mehrheit der Sitze hervor. Einzige Oppositionspartei im Parlament ist die sozialdemokratische CHP.
58. Regierung unter MP Abdullah Gül erhält das Vertrauen des Parlaments
2003 4., 5., 6., und 7. Reformpaket
Parlament lehnt eine Regierungsvorlage über Stationierungs- und Transitrechte für US-Truppen gegen den Irak überraschend ab. Die Türkei gewährt am 20.03. lediglich Überflugrechte.
2004 Historischer Staatsbesuch des syrischen Präsidenten Assad in der Türkei
Offizieller Besuch von Bundeskanzler Schröder in der Türkei
Türkisches Parlament verabschiedet umfassende Strafrechtsreform
Der Europäische Rat beschließt, am 03.10.2005 die Türkei EU-Beitrittsverhandlungen aufzunehmen

(Quelle: verschiedene Geschichtsatlanten, darunter auch der DTV-Atlas Geschichte)

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